CLOWN TOM BOLTON

The action comedy show that's fun for everyone!

Fan Information, FAQ.

 

Worum geht es bei der Clown-Show von Tom Bolton?

Es geht um: “fun for everyone” (Spaß für Jeden), was so viel bedeutet wie: Es ist eine Clown-Show die Leute jeden Alters unterhält, sowohl Kinder als auch Erwachsene und Senioren.

Meine Show macht auf subtile und intelligente Weise Spaß, so dass eine Schar von Kindern genauso gut unterhalten wird wie eine Hand voll Geschäftsleute.

Respektvolle Publikums-Animation ist Teil meiner Show. Ich versuche das Publikum miteinzubeziehen, ohne ihnen zu nahe zu treten. Einen Gast aus dem Publikum zum Mitspielen zu bewegen oder etwas Verrücktes tun zu lassen ist meine Idee der Clown-Unterhaltung.

Ich beherrsche Techniken wie Jonglage, Einradfahren, Zauberei, Pantomime, Improvisation und Ballonmodellieren. Den Schwerpunkt meiner Show setze ich aber ganz klar auf Comedy. Der geschickte Einsatz von Gummi-Schlangen oder der passende Gesichtsausdruck im richtigen Moment ist eher “mein Ding” als komplexe technische Jonglage.

Ich liebe es zu Improvisieren und eine Mitmach-Show auf die Beine zu stellen. Meine Erfahrung als Straßenkünstler brachte mir die Routine mich auf beliebige Situationen einzustellen. Am liebsten spiele ich auf Festivals, aber auch auf einer Bühne kann ich das Publikum zum Teil der Show machen.

 

Wie hast du das alles angefangen, bist du in einer Zirkusfamilie aufgewachsen?  

Überhaupt nicht, auch wenn es mir aufgrund meiner 9 Geschwister gelegentlich wie in einem Zoo vorkam. Ich habe Finanz- und Wirtschaftswissenschaften an der University of Dayton studiert, wo ich dann hobbymäßig mit Jonglieren und Einradfahren angefangen habe. Nachdem ich Zauberei, Ballonmodellieren und Improvisation gelernt hatte konnte ich am Ende meines Studiums mein Geld mit Straßenshows verdienen. Anstatt Angestellter zu werden entschied ich mich zu reisen und die Welt zu sehen. Ich ergriff also die Chance meinen Weg als Clown und Straßenkünstler zu gehen.

Zur Zeit lebe ich in Stuttgart, im Südwesten Deutschlands in Baden-Württemberg. Seit 1983 lebe ich in Europa und trete hauptsächlich im Sommer auf. Im Winter bin ich gerne in Asien, Lateinamerika, Australien, Neuseeland, Marokko und Papua Neu Guinea. In Dritte Welt Ländern mache ich manchmal zum Spaß spontane Shows für die Leute auf dem Marktplatz, indem ich zum Beispiel mit Obst jongliere. Auf meinen Reisen versuche ich guten Kontakt zu den Landesbewohnern herzustellen, außerdem fotografiere ich auch sehr gerne. Meine Bilder wurden schon ausgestellt, es war jedoch nie mein Ziel dies professionell zu tun.

 

Kannst du davon leben?

Also, ich lebe noch und habe mein Geld seit meinem Studium ausschließlich mit Auftritten verdient, aber ich bin nicht reich (außer an Humor) und ich bezweifle, dass ich es je sein werde. Gibt es überhaupt reiche Clowns? Unglücklicherweise scheint man es als Künstler immer schwerer zu haben.

Neuerdings organisieren Promoter Events als Wettbewerb. Profis sollen wie Anfänger wetteifern, damit dann nach zufälligen Kriterien entschieden wird, wer tatsächlich bezahlt wird. Teilnehmende Künstler sollen mit ihren Hüten betteln, während der Veranstalter den ganzen Profit in die Tasche steckt. Manche Festivals bringen der örtlichen Wirtschaft einen ordentlichen Gewinn und trotzdem werden die Künstler kaum bezahlt. Ich weigere mich diese ungerechte Behandlung der Künstler zu unterstützen. Wenn das Budget eines Stadtfestes für die Miettoiletten höher ist als das Budget für die Künstler, dann läuft was falsch. Bitte unterstützt die faire Behandlung von Künstlern, die immerhin viel Freude in das Leben der Leute bringen.

 

Warum bist du in Deutschland hängen geblieben?

Gute Frage. Ich wünschte ich hätte eine gute Antwort. Ich habe es als Missionarsarbeit betrachtet, um den Deutschen Humor zu bringen, wahrhaftig hat jede Kultur und Person eine lustige Seite. Das ist die Herausforderung eines guten Clowns, diesen Humor zu treffen und das Beste daraus zu machen. Eigentlich reise ich gerne durch Europa, von Skandinavien nach Italien, von Spanien nach Österreich und Deutschland liegt halt nun mal in der Mitte, die Wirtschaft ist gut in Form (jedenfalls im Vergleich zu Albanien) und weder du selbst noch dein Fahrzeug werden all zu oft ausgeraubt. Ich meine es gibt schlimmere Orte! (oder nicht?)

 

Warum bist du in Deutschland hängen geblieben?

Gute Frage. Ich wünschte ich hätte eine gute Antwort. Ich habe es als Missionarsarbeit betrachtet, um den Deutschen Humor zu bringen, wahrhaftig hat jede Kultur und Person eine lustige Seite. Das ist die Herausforderung eines guten Clowns, diesen Humor zu treffen und das Beste daraus zu machen. Eigentlich reise ich gerne durch Europa, von Skandinavien nach Italien, von Spanien nach Österreich und Deutschland liegt halt nun mal in der Mitte, die Wirtschaft ist gut in Form (jedenfalls im Vergleich zu Albanien) und weder du selbst noch dein Fahrzeug werden all zu oft ausgeraubt. Ich meine es gibt schlimmere Orte! (oder nicht?)

 

Was war dein interessantestes Erlebnis beim Auftreten?

Eine kleine Auswahl: Ich habe einmal eine spontane Show in Papua New Guinea gemacht, wo die Leute ausgeflippt sind als ich magisch ein Tuch verschwinde ließ (Schwarze Magie wird dort hinter vielen Erscheinungen vermutet). Nach der Show sagte ich dann, ich sei in ein paar Stunden zurück, und als ich zurückkam waren um die 2000 Leute da, die auf mich warteten…

Das Beste war aber, als bei der Frau eines amerikanischen Soldaten in meiner Show die Wehen einsetzten, weil sie so laut lachen musste. Der Soldat sagte mir er muss immer an mich denken, wenn er seine Tochter sieht. Also: Hochschwangere sollten meine Vorstellung mit Vorsicht genießen, ansonsten ist meine Show sehr gesund, da sie 100% der täglich empfohlenen Lachdosis bietet.

 

Was sagt die Zukunft?

Wenn ich das wüsste wäre ich im Finanzsektor geblieben und hätte Millionen mit Aktien verdient. Als Clown und Künstler arbeite ich daran, mich immer weiter zu verbessern. Auch auf kleinen Veranstaltungen gebe grundsätzlich alles um die Menschen bestens zu unterhalten, mein Ziel ist es jedoch öfters ins Ausland auf große Festivals eingeladen zu werden.

 

Mehr Fan-Info.

 

Im Folgenden werde ich mehr ins Detail gehen über meine Philosophie des Clowning.

Wie zum Beispiel, warum überhaupt ein Clown sein? Denn um ehrlich zu sein sind die meisten Clowns nicht besonders lustig, zumindest die stereotypen mit den großen Schuhen und geschminkten Gesichtern. Und nichts ruiniert ein Event schneller als einen schlechten Clown zu haben. Obwohl ich zustimme, dass schöne Kostüme eine Atmosphäre zu schaffen helfen können, ist das Klischee knalliger Kleidung eher gruselig und ziemlich einschränkend für diejenigen, die technische Kunstfertigkeiten wie Jonglieren oder Einrad fahren zur Schau stellen wollen.

Mein Ansatz für modernes Clowning ist es, mit subtilen Methoden mit Menschen zu interagieren, um sie zum Lachen oder wenigstens manche Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten zu bringen. Das bedeutet nicht, so laut wie möglich zu sein oder nichts als Blödsinn zu machen basierend auf der Vorstellung, sich merkwürdig zu verhalten sei irgendwie lustig. Das kann zwar lustig sein, muss es aber nicht. Tatsächlich ist ein bemaltes Gesicht die einfachste Art und Weise, kleine Kinder zu erschrecken und ein Desaster bei heißem Wetter. Viele moderne Clowns haben nicht einmal eine rote Nase, andererseits waren Laurel und Hardy beliebte Clowns zu ihrer Zeit und sie haben sich auch weder geschminkt noch komisch kostümiert.

Ich muss zugeben, dass ich nicht der beste Clown der Welt bin und wahrscheinlich nicht mal unter den besten fünf. Und ich glaube nicht, dass irgendein Performer für jedes Publikum geeignet ist. Nichtsdestotrotz denke ich, dass ich ein ziemlich guter Clown bin und gewandt darin, meine Darbietungen einer großen Bandbreite von Publikum anzupassen. Ich bin gut mit Kindern, würde meine Unterhaltung aber nicht als Show primär für Kinder bezeichnen, da ich eigentlich mehr für Erwachsene arbeite. Viele der gleichen Dinge wirken auf beide, nur auf verschiedenen Ebenen, in verschiedenem Ton und Geschwindigkeit vorgetragen.

Zugegebenermaßen habe ich jedoch, als ich aufwuchs, nie vorhergesehen, dass ich einmal in Richtung Unterhaltung gehen würde. Ich war immer eher schüchtern und reserviert und betrachtete die Theaterleute an der Schule als die Extrovertierten, die sich mir nichts, dir nichts präsentieren können. Ich dagegen war eher ein Beobachter der menschlichen Natur, was auch mein starker Punkt ist, wenn es darum geht zu improvisieren und Personen aus meinem Publikum nachzuahmen. Natürlich ist es leicht, sich über die Schwächen von Leuten lustig zu machen mit Gesten unter der Gürtellinie. Menschen lachen im Allgemeinen, wenn es der Andere ist, über den sich lustig gemacht wird. Aber auf Anhieb jemandes Einstellungen und Haltungen zu analysieren und seine Vorurteile oder fehlenden Respekt für Andere bloßzustellen durch eine kleine Geste, ist eine knifflige Sache.

Letztendlich ist niemand sicher in meiner Show. Jeder könnte zum Mitmachen herangezogen werden, wobei ich das auf eine positive Art und Weise möchte, sodass die miteinbezogenen Leute mir höchstwahrscheinlich nach meiner Show gratulieren statt vor Peinlichkeit eingeschnappt zu sein, was leider das Ergebnis der Bemühungen vieler Performer zu sein scheint. Wenn ich jemanden mal dumm aussehen lasse, dann dreht sich das Blatt normalerweise am Ende, so dass ich letztendlich den Kürzeren ziehe und mein Teilnehmer der Held ist.

Eine Fähigkeit, die ich gar nicht besitze, ist Musikalität in irgendeiner Art oder Weise. Es gibt viele klassische Clown-Routinen mit Musik, die das eine oder andere Mal im Laufe meiner Karriere gewünscht wurden, bei denen ich zugeben musste, dass ich beim besten Willen kein Instrument spielen oder singen könnte. Tatsächlich musste ich in der Schule nachsitzen, weil wir in der Schule bei der einen oder anderen Gelegenheit gezwungenermaßen singen mussten und meine Stimme so schlecht war, dass die Lehrer dachten, ich würde herumalbern. Es ist nicht so, dass ich keine Musik mag und ich wünschte, ich könnte singen – aber ich kann es einfach nicht. Ich schätze, ich sollte eine Nummer ausarbeiten, in der ich so tue, als fände ich, ich könne singen, aber das gibt es ja schon viel in den aktuellen Casting-Shows im Fernsehen, zum Entzücken der Menschen, die es gerne sehen, wenn andere sich selbst zum Idioten machen.

Ich mag Selbstironie. Nichts ist schlimmer, als ein Performer, der sich selbst zu ernst nimmt. Tatsächlich provoziere ich gerne Personen aus meinem Publikum – nicht um sie zu blamieren, sondern um mich selber zur Zielscheibe des Spottes oder einer Panne zu machen. Das Publikum liebt es, einen schadenfrohen Clown eine Kostprobe seiner eigenen Medizin kriegen zu sehen. Und während es kein Versagen, wie zu viel Herunterfallen der Requisiten während man jongliert, sehen will, LIEBT es, mich abmühen zu sehen. Die Gummihühner auf meinem Hocheinrad zu jonglieren wird plötzlich viel unterhaltsamer, wenn es in einem Raum passiert, in dem mein Kopf fast an die Decke stößt und niemand (mich eingeschlossen) sicher ist, ob ich es zustande bringen werde.

Was mich dazu zurückbringt, nicht der beste Clown der Welt zu sein, weil es eine Weile gebraucht hat, bis ich verstanden habe, dass man nicht der beste SEIN MUSS. Man muss nur gut sein und sich gebührlich bemühen, das gegebene Publikum eines jeweiligen Events zu unterhalten. Was wäre, wenn jemand eine Mahlzeit nicht genießen könnte, wenn es nicht die BESTE Mahlzeit ist, die man je gegessen hat? Für Darbietungen gibt es eine riesige Marktbreite. Jeder Künstler soll der Größte und Beste sein, bla, bla, bla. Sicher, man muss sich vermarkten und sich in einem positiven Licht darstellen, aber der erwartungsgemäße Wirbel darum nervt mich bisweilen. Und das Ergebnis sind oft übertriebene Erwartungen.

Ja, ich hatte 2012 einen Auftritt, bei dem der Veranstalter offen gesagt hat, dass er enttäuscht war. Die Show war gut, aber das Walk-Act-Entertainment scheiterte. Das Problem war, dass die Veranstalter keine Ahnung hatten, wie viel ein professioneller Performer verlangt und ich im Prinzip nur die Show in Rechnung gestellt und eine Stunde Walk-Aktumsonst dazu gegeben habe. Aber letztendlich erwarteten sie (und ich machte) etwa drei Stunden Walk-Act für ein Publikum, dass oft damit beschäftigt war, miteinander zu reden und nicht viel Interesse an dem gezeigt hat, was ich tat, um anzufangen. Aus irgendeinem Grund erwarteten sie, dass der Walk-Act laut sein und einen ganzen Raum voller Leute gleichzeitig unterhalten würde, aber so funktioniert das nicht. So wird die Show präsentiert. Der Walk-Act ist subtile Improvisation, die ich, in diesem Fall, an den Tischen präsentierte. Und das ist die fundamentale Schwierigkeit mit Auftritten für ein Publikum an Tischen; es ist normalerweise mit Essen oder Reden beschäftigt und möchte dabei nicht gestört werden, beschwert sich aber dennoch hinterher, dass es nicht ausreichend unterhalten wurde.

Es ist immer eine Ermessensentscheidung, wie weit man geht, um die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich zu ziehen. Oft geht man ziemlich weit und die Leute sind am Ende zufrieden, dass sie überzeugt wurden mitzuziehen trotz ihres Skeptizismus. Ein anderes Mal ist es hoffnungslos. Ich hatte eine Reihe von Betriebsveranstaltungen, wo die Personen den ganzen langen Tag über in Meetings sitzen müssen und dann das Abendessen verspätet ist, so dass alle hungrig und müde sind. Während ich sie vielleicht immer noch begeistern würde, nachdem sie gegessen haben, würde ich sie nerven bei dem Versuch ihre Aufmerksamkeit während des Essens zu bekommen.

In den letzten Jahren gab es viele Dinner-Theater-Events und viele Geschäftsessen, die versucht haben dieses Phänomen nachzuahmen. Aber diese Veranstaltungen bauen auf sehr kurze, oft sechs- bis achtminütige, visuelle Acts zwischen den Gängen und die lustigen Kellner werden toleriert, weil sie ja an und für sich das Essen servieren. Mein Vorschlag für solche Situationen ist, dass ich die Dinner-Gäste begrüße, wenn sie ankommen und während des Aperitif. Jegliches Entertainment an den Tischen kurz halten und am Besten ganz vermeiden, wenn der Platz zu beengend, die Hintergrundmusik zu laut oder die Gäste zu hungrig sind. Wenn dann die Leute gegessen haben, begeistere sie mit einer Show, entweder vor oder nach dem Dessert, und beispielsweise auf einer Hochzeit als Überleitung, bevor getanzt wird.

Wenn eine Veranstaltung geplant wird, habe ich möglicherweise eine Reihe an Fragen oder Vorschlägen, die zuweilen den Organisator überraschen. Ich bin erfahren und kann die Initiative ergreifen, selbst unter schwierigen Bedingungen, aber je mehr ich über ein Event, seine Ziele und das beabsichtigte Publikum weiß, desto besser kann ich Ihre Wünsche erfüllen. Und die Erwartungen von uns beiden zu verstehen, kann Enttäuschungen vermeiden, selbst wenn ich Sie an einen anderen Künstler weiterleiten muss.

Ich kann mehr gut bezahlte Aufträge immer gebrauchen, aber wenn meine Angebote sich nicht für die Situation eignen, dann ist das für uns beide schlecht. Eine Empfehlung von kritischen Kunden ist wertvollste Werbung. Andererseits, wenn Sie klassische Musik wollen und eine Heavy Metal-Band engagieren und dann enttäuscht sind, dass sie nicht Mozart gespielt haben, ist das wahrscheinlich Ihre eigene Schuld.

Eine weitere spezielle Situation ist das Auftreten auf Messen. Solche Veranstaltungen müssen gut geplant sein. Welches Produkt oder welche Dienstleistung wird präsentiert und ist es für Fach- oder gemischtes Publikum? Welcher Raum ist verfügbar und mit welchen Hintergrundgeräuschen ist zu rechnen? Wird erwartet, dass der Darsteller am Stand steht oder soll und darf er durch das Gebäude bewegen?

Man muss bedenken, dass ein Künstler eine Atmosphäre am Stand schaffen, Aufmerksamkeit erwecken oder Informationen geben kann, aber lediglich eine Brücke zum Verkaufspersonal ist. Er hat nicht die Zeit oder die Fachkompetenz, das Produkt zu verkaufen. Die Besucher einer Tagung oder Messe haben für gewöhnlich wenig Zeit, sich lang mit einem zu unterhalten, also kann man keine lange Routinen aufführen, sondern eher kurze Improvisationen, gefolgt von einer Einladung, mehr am Stand zu erfahren.

Nur zu jonglieren, zum Beispiel, zieht Aufmerksamkeit auf sich, aber veranlasst potenzielle Kunden vielleicht nicht, sich das Produkt näher anzusehen. Je mehr Information über das Produkt und den Markt, an den es verkauft wird, desto wahrscheinlicher kann ich mir einen passenden Gag oder Witz einfallen lassen, der zum Thema passt und dementsprechend das Interesse der Kunden weckt, am Stand zu bleiben und mehr Informationen einzuholen.

Manchmal kommt die Frage auf, was besser ist, Shows oder Walk-Act? Die Antwort ist: das kommt drauf an! Normalerweise mache ich eine 30-minütige Show mit Jonglage, etwas Zaubern, ein paar Ballonfiguren, das Ganze kombiniert mit einer Menge Witz und Improvisation, wobei der Comedy-Aspekt mehr Gewicht hat als die technischen Leistungen. Aber ich treffe auf viele Situationen, in denen nicht genügend Platz für eine Show oder nicht genügend Zuschauer vorhanden sind, beziehungsweise letztere nicht die Zeit haben, eine ganze Show anzuschauen. Dementsprechend habe ich meine Walk-Act-Aufführungen entwickelt, die aus Situationskomik bestehen, in denen ich mit den Zuschauern herumscherze und eine kleine Auswahl an Utensilien in einer Tasche oder einem Kinderwagen (falls es ein Event mit vielen Kindern ist) bei mir habe.

Das ist subtile, aber dennoch persönliche eins-zu-eins Interaktion mit kleinen Gruppen. Es ist nicht groß, laut und zieht nicht die Aufmerksamkeit von weitem auf sich, wie wenn man eine bombastische Show mit hunderten jubelnden Zuschauern abzieht. Ich habe schon manchmal Kommentare gehört, wie “Er hat eigentlich gar nichts gemacht”, nachdem ich viele geschickte Witze mit meinem Publikum gemacht habe, sie aber nicht applaudiert haben und ausgeflippt sind.

Oft mache ich Walk-Act-Entertainment über eine ausgedehnte Zeitspanne und in zwei Stunden unterhalte ich möglicherweise genauso viele Leute, wie ich es mit einer 30-minütigen Show machen würde, nur weniger Menschen gleichzeitig. Und es ist mir physisch unmöglich, eine tosende achtstündige Show auf einem Event, wo immer neue Leute auftauchen oder eine Show nach der anderen den ganzen Tag über zu machen.

Ich kann keine Musik machen, jongliere aber gut und für mein Finale gern auf meinem Hocheinrad. Für einen Clown bin ich ein sehr guter Jongleur, aber nein, ich bin kein Weltklassejongleur, der Tricks mit sieben Keulen kann. Aber die meisten, die auf einem so hohen technischen Level jonglieren, sind nicht sehr unterhaltsam. Technische Fertigkeiten für eine Show sind löblich, aber um seine Zuschauer wirklich zu unterhalten, muss man die Kunst beherrschen, sie zum Lachen zu bringen.

Pure Jongliertechnik, selbst auf höchstem Level, hält die Aufmerksamkeit des Publikums meistens für etwa 90 Sekunden und dann ist es nur noch irgendein Typ, der Tricks und noch mehr Tricks macht. Aber ein Typ, der einfache 3-Balltricks mit genügend guten Witzen versieht, hält ein Publikum auf unbegrenzte Zeit. Deshalb ist Comedy-Jonglage in den letzten Jahrzehnten so beliebt geworden, während das reine Zeigen von Jongliertricks sich auf den Zirkus und kurze Varieténummern beschränkt.

Ich mache Witze während meines Walk-Act-Entertainments, aber meine Shows sind stumm, dort baue ich auf meine lustigen Tricks und andere Gags und halte die eigentlichen Jongliernummern kurz und gut.

Während ich Jonglage nicht zwingendermaßen für die unterhaltsamste Fertigkeit halte, ist es ein spaßiges Hobby und ich freue mich immer, anderen Leuten beim Lernen zu helfen. Es wird nicht sehr oft verlangt, aber es ist schön, wenn ich nach meiner Show einen Workshop anbieten kann. Anfänger sind oft überrascht, dass die meisten mit fachkundiger Hilfe in etwa 30 Minuten die Grundlagen lernen können. Fortgeschrittene Jongleure wissen Tipps für neue Tricks und Feedback für die Verbesserung ihrer Fertigkeiten zu schätzen. Besonders Firmengruppen konzentrieren sich oft auf Teamwork und die Herausforderung des Erlernens neuer Fertigkeiten und Jonglieren zu lernen kann eine unterhaltsame Art sein, sich diese Ideen einzuverleiben.

Was manche Menschen zuerst nicht realisieren, ist, dass ich Finanzwesen und Wirtschaft studiert habe, bevor ich ein Performer geworden bin. Oder genau genommen, während ich ein Performer wurde, da ich mich während meiner letzten zwei Jahre an der Universität mit den Einnahmen aus Jonglierstraßenshows ernährt habe. Wenn ich also einen Auftritt habe, kann ich nicht nur aus der Sicht eines erfahrenen Darstellers, sondern auch als jemand der Geschäftsprinzipien versteht, Rat erteilen.

Das ist wichtig, da ich oft auf verkaufsoffenen Sonntagen für Autohändler arbeite oder auf einer Messe Aufmerksamkeit auf einen Stand lenken soll. Das Ziel dieser Veranstaltungen ist es, eine gute Atmosphäre zu schaffen oder die Kinder zu beschäftigen, so dass die Mitarbeiter ihre Produkte präsentieren können. Wenn sich jeder um mich schart, aber nicht die Verkaufspräsentationen beachtet, habe ich meine Aufgabe nicht richtig erfüllt.

Ein weiterer Faktor ist die Frage, ob einen Darsteller zu engagieren kosteneffektiv ist, was von vielen Faktoren abhängt. Ich kann nur die Leute unterhalten, die die Veranstaltung besuchen. Ich bin nicht die Rolling Stones, es werden also nicht Tausende von Leuten auftauchen, nur um einen Blick auf mich erhaschen zu können. Aber ich habe schon viele Events erlebt, bei denen die Besucher gerne kamen, um sich Autos oder andere Produkte anzuschauen, im Wissen, dass ihre Kinder auch unterhalten werden würden.

Überraschend genug gab es auch genügend Veranstaltungen, die viel Geld für mich bezahlt haben, aber sich nicht die Mühe machten, damit zu werben oder die mich in einer hinteren Ecke von Musik übertönt auftreten haben lassen, so dass sie nicht den vollen Nutzen meiner Unterhaltung schöpfen konnten. Und während ich es einer Geschäftsperson gönne, beste Bedingungen auszuhandeln, finde ich es albern, wenn ich engagiert werde und keinerlei Mithilfe kriege.

Ich hatte es schon mit Veranstaltern zu tun, die es für ihren Job zu halten schienen, es mir so schwer wie möglich zu machen, eine gute Show zu präsentieren. Ich bin dort, um Sie und Ihre Veranstaltung zu unterstützen und Menschen glücklich zu machen. Das ist nicht leicht, wenn Sie mich wie einen Gegner behandeln. Sie mögen nervös oder genervt sein, weil weniger Besucher als erwartet kommen, aber das ist nicht meine Schuld und ich wird mein Bestes geben, Sie zu unterstützen und das Beste aus jeder gegebenen Situation zu machen.

Ich muss zugeben, dass ich kein formales Training als Performer habe. I fing an, als Hobby zu jonglieren und Einrad zu fahren und entwickelte mich zu einem Comedy-Jongleur. Ich bin in Richtung des stummen Clownings gegangen, weil ich eine schwache Stimme hatte und die Betonung meiner Darstellung darauf haben möchte, dass ich die Leute zum Lachen bringe, statt sie zu beeindrucken. Meine Karriere fing als reisender Straßenkünstler an.

Obwohl ich viel von der Straße gelernt habe und immer noch hin und wieder eine Straßenshow mache, mehr zu Werbezwecken als um damit meinem Lebensunterhalt zu finanzieren, nenne ich mich nicht einen Straßenkünstler. Ein Grund dafür ist, dass, obwohl solche Darstellungen unter den Leuten beliebt sind, Veranstalter zu denken scheinen, wer sich Straßenkünstler nennt, sollte nur für Hutgeld arbeiten, egal wie erfahren und gut er ist. Ich möchte für meine Arbeit bezahlt werden wie jeder andere auch.

Für Hutgeld arbeiten heißt immer, künstlerische Kompromisse zu machen, um Geld zu machen. Laut und dumm verkauft sich, clever, subtil und echtes Lachen hervorrufen nicht so sehr. Als ich zum Beispiel anfing, mich als Clown zu präsentieren, habe ich immer noch viel jongliert, einschließlich eines Fackel-Finales auf dem Hocheinrad. Das Problem ist, dass die meisten Jongleure ihre Show mit diesem Trick beenden und ich nicht einfach nur eine weitere Jongliershow darstellen wollte. Als Clown, dachte ich, wäre es lustiger und passender, Gummihühner statt Fackeln zu nehmen. Tatsächlich ist das mindestens genauso schwer und ich habe einige nette Witze mit den Hühnern, die mir helfen, meine Show von den anderen abzuheben. Aber wenn ich das auf der Straße mache, bekomme ich nur halb so viel Geld für die ansonsten genau gleiche Show, als wenn ich stattdessen Fackeln benutzt hätte.

Ich schätze, Feuer ist beeindruckender, sieht gefährlicher aus, aber ist NICHT so lustig. Straßenshows werden zum Spiel mit dem Ziel, möglichst viel Geld von der Menge zu kriegen, anstatt sein Bestes zu geben, um sein Publikum zu unterhalten. Ich will damit nicht sagen, dass alle Straßenshows schlecht sind, aber dieser Faktor ist ein Grund, warum so viel Künstler die gleichen kommerziellen Nummern kopieren, mit oft niedrigem Humor, weil das am meisten Geld macht. Es ist, als wäre man ein großartiger Koch und müsste sich darauf beschränken, McDonalds-ähnliche Burger zu machen, weil die sich am meisten verkaufen. Ist es Zufall, dass McDonalds mit einem gruseligen Clown mit großen Schuhen und geschminktem Gesicht wirbt?

Links.

 

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